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Papiertaschen – Wo liegen die Vorteile?

Plastiktüten sind zwar praktisch, leicht vom Gewicht her und überaus reißfest. Doch Plastiktüten belasten die Umwelt doch recht stark. Denn Plastik verrottet nicht und landet teils sogar im Meer, wo es zum Fisch- bzw. Artensterben beiträgt. Deutschland hat der Plastiktüte nun den Kampf angesagt. Allerdings nicht einige Arten Plastik immer noch zugelassen um sie zu Tüten zu verarbeiten. Dennoch sind die Papiertüten bzw. Papiertaschen seit einigen Jahren bereits auf dem Vormarsch. Wer nun fragt – Papiertaschen – Wo liegen die Vorteile? der wird überrascht sein, wie vielseitig diese Vorteile sind.

Papier

Verwendung von Recyclingpapier

Papiertaschen – Wo liegen die Vorteile? – Diese Frage muss vor allem aus dem Blickwinkel beleuchtet werden, welche Materialien für die Herstellung von Papiertaschen verwendet werden. In den meisten Fällen ist das Recyclingpapier. Und das ist sehr umweltfreundlich und aus diesem Grund wohl der größte Vorteil, den Papiertaschen haben. Besonders nachhaltig ist dies, weil die aus Recyclingpapier auch nach ihrer Abnutzung ebenfalls wieder als Recyclingpapier gelten und wieder zu neuen Papiertaschen verarbeitet werden können. Eine weitere Antwort auf die Frage Papiertaschen – Wo liegen die Vorteile? ist, dass Papiertaschen länger verwendet werden können als Plastiktüten. Denn Papiertaschen können dank der eingebauten Verstärkungen – natürlich auch aus Papier – sehr viel reißfester sein. Diese Papiertaschen halten auch stärkere Belastungen aus. Das heißt, in solchen Papiertaschen können auch Gegenstände transportiert werden, bei denen sogar eine recht reißfeste Plastiktüte nachgeben würde. Die höhere Belastbarkeit ist daher noch eine weitere Antwort auf die Frage Papiertaschen – Wo liegen die Vorteile?

Biologisch abbaubar

Der große Vorteil von Papiertaschen ist aber ihre biologische Abbaubarkeit. Selbst wenn eine Papiertasche ins Meer gelangen oder auf der Wiese liegen bleiben würde, hat sie eine sehr kurze Witterungszeit. Das heißt, das Papier löst sich auf und wird dann von der Natur abgebaut. Papiertaschen können auch, wenn Sie vielleicht etwas eingerissen sind, immer noch als Behältnis für Biomüll verwendet werden. Und wer einen Kamin oder einen Holzofen oder ein Holzheizung hat, der kann die Papiertasche, die er nicht mehr benötigt oder die beschädigt ist, problemlos verbrenne. Die Wärmeausbeute von Papiertaschen ist zwar nicht besonders groß, doch lässt sich diese Tasche so umweltfreundlich entsorgen. Möglicherweise angebrachte Metallverstärkungen an den Henkeln sind vor einer solchen Entsorgung natürlich zu entfernen.

Papier gegen Plastiktüten – was ist wirklich besser?

Wer kennt es nicht? Die Urlaubsfreude wird durch den ganzen Müll am Strand getrübt. Schildkröten verenden, weil sie Plastik nicht von Quallen unterscheiden können. Im Pazifik befindet sich ein Müllstrudel mit mehr als der vierfachen Größe Deutschlands. Unser Planet erstickt in Plastik. Eine Teilschuld trägt dabei der fahrlässige und verschwenderische Umgang mit Plastiktüten. Doch sind Papiertaschen wirklich die bessere und umweltfreundlichere Alternative?

Vor- und Nachteile im Vergleich

Zunehmende Dürren, Hochwässer und weitere Wetterextreme werden häufiger. Wer nicht erkennt, dass der Klimawandel in vollem Gange ist, sollte an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln. Dabei kann jeder etwas für eine bessere oder zumindest weniger schlimme Zukunft tun – die Wegwerfphilosophie muss ein Ende finden. Dies macht eine erschreckende Zahl deutlich: weltweit werden pro Minute eine Million Plastiktüten verwendet. Oftmals wird dabei nur der aktuelle Einkauf verstaut und danach wandert die Tüte in den Müll oder, noch schlechter, wird in der Umwelt entsorgt.

Auf den ersten Blick sehen Papiertaschen, insbesondere wenn diese unbedruckt und nicht gefärbt sind, umweltfreundlicher aus. Doch ist dies tatsächlich so? Die meisten Papiertüten bestehen nicht aus recyceltem Material, obwohl es den Anschein macht. Durch die benötigte Reißfestigkeit und Tragekraft muss für die Herstellung der langen und stabilen Fasern frisches Material verwendet werden. Um in der Ökobilanz einen Vorteil gegenüber den konventionellen Plastikbeuteln zu erzielen, muss eine Tasche aus Papier mindestens vier Mal häufiger benutzt werden. Wenn man sich bei jedem Einkauf eine Papiertüte nimmt und diese danach wegwirft, hat man demzufolge keine gute Tat für die Umwelt getan. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Wie man erkennen kann, sind die reinen Produktionsbedingungen von Beuteln aus Kunststoff ökologisch und ökonomisch weniger ressourcenverbrauchend als von Papiertaschen. Des Weiteren bieten erstere den Vorteil, dass die darin befindlichen Waren trocken bleiben.

Gibt es weitere Alternativen?

In vielen Läden gibt es neben den beiden bereits genannten Varianten noch Beutel aus Baumwolle zu kaufen. Die Produktion dieser Behältnisse verbraucht dabei jedoch ein Vielfaches an Ressourcen im Vergleich zu Plastik- oder Papiertüten. Diesbezügliche Studien ergaben, dass sich eine Baumwolltasche erst rentiert, wenn diese 50 bis 150 Mal verwendet wird.

Egal ob nun Plastik-, Stoff- oder Papiertaschen benutzt werden, es ist wichtig sich immer vor Augen zu führen, dass jede neue Tüte die Umwelt in gewisser Weise belastet und Rohstoffe verschwendet werden. Am besten ist es die bereits vorhandenen Taschen und Tragemittel, wie zum Beispiel auch Rucksäcke, zu verwenden. Nur weil man eine Tüte ein Mal benutzte, heißt das nicht, dass diese gleich schlecht ist. Im Normalfall kann man jeden Beutel mehrmals verwenden. Insbesondere sollte man darauf auch beim Kauf von Obst und Gemüse achten. Die Natur hatte Jahrtausende und Jahrmillionen Zeit den Früchten eine geeignete „Verpackung“ zu verpassen – es ist nicht nötig diese für den Weg nach Hause in kleine Beutel zu verpacken.

Weg mit der Plastiktüte: Können Papiertaschen die Welt retten?

Es gibt sie schon sehr lange und sie waren schon einmal fast verschwunden: Papiertaschen waren bis vor einigen Jahren selten in Supermärkten erhältlich. Anders wiederum sind die Papiertüten beim Bäcker nicht wegzudenken, die zumeist eher schlicht gehalten sind und weniger als Werbemittel, sondern mehr als Schutz und praktische Transportmöglichkeit dienen. In der heutigen Zeit erleben die Papiertaschen ein überwältigendes Comeback und sind längst nicht mehr nur Bäckereien und hochwertigen Luxusprodukten vorbehalten. Aber: Wie ökologisch sinnvoll sind Papiertragetaschen wirklich?

Taschen aus Papier als Luxussymbol

PapiertaschenSo lange ist es noch nicht her, da gab es Papiertragetaschen meist nur in Drogerien, Parfümerien oder Boutiquen. Daher standen sie einige Zeit für hochwertige Produkte: Wer eine edel bedruckte Papiertasche trug, der hatte gerade Geld für ein teures Produkt ausgegeben. Metallic-Aufdrucke sowie bunte Kordeln oder Bänder als Tragegriffe verstärkten diesen Eindruck. Heute verdrängen selbst einfache, braune Kraftpapier-Tragetaschen die Plastiktüten aus den Geschäften, der Umwelt zuliebe. Während eine achtlos weggeworfene Plastiktüte über viele Hundert Jahre hinweg die Umwelt verschmutzt, gelten Papiertaschen als neue, umweltfreundlichere Alternative. Die Farben sind biologisch abbaubar, das Material selbst auch.

Wie „grün“ sind Papiertaschen wirklich?

In der Herstellung benötigt Papier sehr viel Zellstoff, Wasser und Energie. Unter dem Strich verursachen sie jedoch weniger dauerhafte Umweltverschmutzung, denn ein erheblicher Teil des weltweiten Plastikmülls sind langsam in gefährliches Mikroplastik zerfallende Plastiktüten. Im Alltag sind Papiertragetaschen also ein guter Anfang, weniger Plastikmüll zu produzieren. Bei sorgfältiger Behandlung sind Tragetaschen aus Papier zudem belastbarer und reißfester und können ebenfalls mehrfach wiederverwendet werden.

 

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