Es gibt sie schon sehr lange und sie waren schon einmal fast verschwunden: Papiertaschen waren bis vor einigen Jahren selten in Supermärkten erhältlich. Anders wiederum sind die Papiertüten beim Bäcker nicht wegzudenken, die zumeist eher schlicht gehalten sind und weniger als Werbemittel, sondern mehr als Schutz und praktische Transportmöglichkeit dienen. In der heutigen Zeit erleben die Papiertaschen ein überwältigendes Comeback und sind längst nicht mehr nur Bäckereien und hochwertigen Luxusprodukten vorbehalten. Aber: Wie ökologisch sinnvoll sind Papiertragetaschen wirklich?

Taschen aus Papier als Luxussymbol

PapiertaschenSo lange ist es noch nicht her, da gab es Papiertragetaschen meist nur in Drogerien, Parfümerien oder Boutiquen. Daher standen sie einige Zeit für hochwertige Produkte: Wer eine edel bedruckte Papiertasche trug, der hatte gerade Geld für ein teures Produkt ausgegeben. Metallic-Aufdrucke sowie bunte Kordeln oder Bänder als Tragegriffe verstärkten diesen Eindruck. Heute verdrängen selbst einfache, braune Kraftpapier-Tragetaschen die Plastiktüten aus den Geschäften, der Umwelt zuliebe. Während eine achtlos weggeworfene Plastiktüte über viele Hundert Jahre hinweg die Umwelt verschmutzt, gelten Papiertaschen als neue, umweltfreundlichere Alternative. Die Farben sind biologisch abbaubar, das Material selbst auch.

Wie „grün“ sind Papiertaschen wirklich?

In der Herstellung benötigt Papier sehr viel Zellstoff, Wasser und Energie. Unter dem Strich verursachen sie jedoch weniger dauerhafte Umweltverschmutzung, denn ein erheblicher Teil des weltweiten Plastikmülls sind langsam in gefährliches Mikroplastik zerfallende Plastiktüten. Im Alltag sind Papiertragetaschen also ein guter Anfang, weniger Plastikmüll zu produzieren. Bei sorgfältiger Behandlung sind Tragetaschen aus Papier zudem belastbarer und reißfester und können ebenfalls mehrfach wiederverwendet werden.